Entscheidungshilfe · Version 2026.1
Entscheidungshilfe: Arbeitsunfall nachbereiten
Verbindet Sofortmaßnahmen, Meldung, Ursachenanalyse, Maßnahmen und GBU-Fortschreibung ohne Schuldzuweisung.
Für Arbeitgeber und Führungskräfte · geprüft am
Wann einsetzen?
Nach Unfall, Beinaheereignis oder relevanter Störung.
So anwenden
- Zuständige Person und betrachteten Bereich festlegen.
- Jeden Punkt vor Ort prüfen und Abweichungen konkret beschreiben.
- Maßnahme, Verantwortung, Termin und Wirksamkeitskontrolle dokumentieren.
Prüfpunkte und Nachweise
| Erledigt | Prüfpunkt | Geeigneter Nachweis |
|---|---|---|
| □ | Erste Hilfe und Gefahrenabwehr sind abgeschlossen. | Ereignisprotokoll |
| □ | Melde- und Anzeigepflichten sind geprüft. | Meldenachweis |
| □ | Ort, Ablauf und Fakten sind zeitnah gesichert. | Fotos und Aussagen |
| □ | Technische, organisatorische und menschliche Bedingungen werden analysiert. | Ursachenanalyse |
| □ | Maßnahmen sind priorisiert und verantwortet. | Maßnahmenplan |
| □ | GBU, Unterweisung und Wirksamkeitskontrolle sind aktualisiert. | Änderungsnachweis |
Methodik
- Fakten vor Bewertung sichern.
- Systemische Ursachen und Barrieren statt Personenschuld untersuchen.
- Lernen aus Beinaheereignissen gleichartig ermöglichen.
Fachliche Grenzen
- Keine straf- oder haftungsrechtliche Untersuchung.
- Schwere Ereignisse erfordern Behörden- und Unfallversicherungskommunikation.
Amtliche Quellen
- Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)
Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz · Grundpflichten, Gefährdungsbeurteilung, Dokumentation, Unterweisung und Verantwortliche
- Siebtes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VII)
Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz · Gesetzliche Unfallversicherung und Sicherheitsbeauftragte
- DGUV Vorschrift 1 – Grundsätze der Prävention
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) · Präventionspflichten, Unterweisung, Erste Hilfe und Organisation