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Kanülen und scharfe Instrumente

Sichere Instrumente, unmittelbare Entsorgung und Postexpositionsverfahren bei Nadelstich oder Schnitt.

Fachlich geprüft am

Kurzantwort

Sichere Instrumente, unmittelbare Entsorgung und Postexpositionsverfahren bei Nadelstich oder Schnitt. Das Modul muss vor der Durchführung an die tatsächlichen Arbeitsbedingungen und betrieblichen Abläufe angepasst werden.

Geltungsbereich und Zielgruppe

  • Beschäftigte mit Kanülen oder scharfen medizinischen Instrumenten

Arbeitsumgebung und Personengruppen

  • Praxis
  • Pflege
  • Labor
  • Beschäftigte

Typische Tätigkeiten

  • injizieren
  • Blut abnehmen
  • Instrumente entsorgen

Gefährdungen und relevante Einwirkungen

  • Nadelstich
  • Schnitt
  • Blutkontakt

Stoffe und Materialien

  • Blut
  • biologische Arbeitsstoffe

Lernziele

  • Sicherheitsinstrumente korrekt aktivieren
  • Recapping vermeiden
  • Postexpositionsweg sofort anwenden

Verhaltensregeln

  • Vorgesehene Sicherheitsinstrumente entsprechend Einweisung verwenden.
  • Gebrauchte Kanülen nicht mit der Hand zurück in Schutzkappen stecken.
  • Scharfe Instrumente unmittelbar am Entstehungsort in geeignete, nicht überfüllte Behälter entsorgen.

Notfall- und Meldewege

  • Nach Stich oder Schnitt vorgesehene Wundversorgung durchführen und sofort melden.
  • Postexpositionsbewertung ohne Verzögerung über die benannte Stelle veranlassen.

Betrieblich zu ergänzen

  • verwendete Sicherheitsinstrumente
  • Standorte und Wechselgrenze der Abwurfbehälter
  • Postexpositionskontakt

Beispielhafte Verständnisfragen

Ausgewählte Beispiele, nicht der vollständige Durchführungsablauf.

Darf eine gebrauchte Kanüle mit der Hand wieder in die Schutzkappe gesteckt werden?

Fachlich richtige Einordnung: Nein.

Recapping ist eine typische Ursache von Nadelstichverletzungen.

Wo wird ein scharfes Instrument entsorgt?

Fachlich richtige Einordnung: Unmittelbar in den vorgesehenen stichfesten Behälter.

Unmittelbare Entsorgung vermeidet weitere Handhabungsschritte.

Amtliche und fachliche Quellen

  • Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)

    Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz · Grundpflichten, Gefährdungsbeurteilung, Dokumentation, Unterweisung und Verantwortliche · geprüft 2026-08-17

  • Biostoffverordnung (BioStoffV)

    Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz · Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen · geprüft 2026-08-17

  • DGUV Regel 100-001 – Grundsätze der Prävention

    Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) · Aktuelle Konkretisierung zu GBU, Unterweisung, Pflichtenübertragung, Notfallmaßnahmen und Erster Hilfe · geprüft 2026-08-17

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