Kontrollierter Pilot · BGW
Sicherheitsunterweisung für Arztpraxis
In der Arztpraxis muss die Unterweisung Behandlungsablauf, Händehygiene, sichere Instrumente, Abwurf, Aufbereitung und Vorgehen nach biologischer Exposition verbinden.
Such- und Arbeitsintention: Praxisunterweisung für Behandlung, Instrumente und Exposition vorbereiten.
Was diese Seite eigenständig beantwortet
Patientenfluss, Behandlung, sichere Instrumente und Rein-Unrein-Prozesse unterscheiden die Arztpraxis von allgemeiner Pflege.
Praxisbeispiel aus dem Arbeitsablauf
Am Blutabnahmeplatz werden Patientenposition, Sicherheitskanüle, griffnaher Abwurf und Sofortmaßnahmen nach Stichverletzung praktisch gezeigt.
Betriebliche Prüfpunkte
- Patienten- und Materialfluss trennen
- Sicherheitsinstrumente praktisch anwenden
- Abwurf und Aufbereitung eindeutig organisieren
- Expositionsweg und Dokumentation benennen
Zugeordnete Fachmodule
- Infektionsschutz in Pflege und Betreuung
Standardhygiene, situationsgerechte PSA und Verhalten nach möglicher Infektionsexposition.
- Kanülen und scharfe Instrumente
Sichere Instrumente, unmittelbare Entsorgung und Postexpositionsverfahren bei Nadelstich oder Schnitt.
- Hygiene bei Friseur- und Kosmetikleistungen
Händehygiene, Instrumentenaufbereitung und sicherer Umgang mit möglichem Blutkontakt.
- Erste Hilfe & Verhalten bei Notfällen
Korrektes Verhalten im Notfall, Notruf absetzen und einfache Erste-Hilfe-Maßnahmen am Arbeitsplatz.
Tätigkeiten und Gefährdungen im Zusammenhang
Tätigkeiten
- Blut abnehmen
Blutprobe diagnostisch gewinnen
- Injektionen verabreichen
Arzneimittel mittels Kanüle applizieren
- Medizinische Instrumente aufbereiten
Instrumente reinigen, desinfizieren, prüfen und bereitstellen
Gefährdungen
- Nadelstich- und Schnittverletzungen
Biologische Gefährdungen entstehen durch Mikroorganismen, Zellkulturen, Endoparasiten oder biologisch belastete Materialien. Nadelstich- und Schnittverletzungen bezeichnet die konkrete Ausprägung beim Umgang mit Kanülen und kontaminierten scharfen Instrumenten.
- Infektiöse Aerosole im Patientenkontakt
Biologische Gefährdungen entstehen durch Mikroorganismen, Zellkulturen, Endoparasiten oder biologisch belastete Materialien. Infektiöse Aerosole im Patientenkontakt bezeichnet die konkrete Ausprägung bei engem Kontakt, Husten und aerosolbildenden Maßnahmen.
- Reinigungs- und Desinfektionsmittel
Gefahrstoffgefährdungen entstehen durch Einatmen, Verschlucken, Haut- oder Augenkontakt mit gefährlichen Stoffen, Gemischen, Stäuben oder Dämpfen. Reinigungs- und Desinfektionsmittel bezeichnet die konkrete Ausprägung beim Dosieren, Sprühen und bei Feuchtarbeit.
Primärquellen und fachliche Grundlagen
- Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)
Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz · Grundpflichten, Gefährdungsbeurteilung, Dokumentation, Unterweisung und Verantwortliche · geprüft 2026-08-17
- DGUV Vorschrift 1 – Grundsätze der Prävention
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) · Präventionspflichten, Unterweisung, Erste Hilfe und Organisation · geprüft 2026-08-17
- Biostoffverordnung (BioStoffV)
Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz · Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen · geprüft 2026-08-17
- TRBA 250 Biologische Arbeitsstoffe im Gesundheitswesen
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) · Schutzmaßnahmen bei Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen im Gesundheitswesen und in der Wohlfahrtspflege · geprüft 2026-08-22